Wetter online

Ich seh den müden Regen

Vor mir – und die Stunden verrinnen

      Wie der heiße Wüstensand

 

Stumme Zeugen tropfen an meine Stirn
Kalt und heiß
Wie die hungrigen Wellen des Ozeans

Ruheloser Strom unendlicher Gedanken

Toben und toben

         Wie ein wilder Baum –

         Unbeherrscht und grün.

Doch dennoch bleibt mir die Luft zum atmen.

 

 

Nach reflektionsintensiver Schaffenspause brechen die Worte wie ein Strom unendlicher Gedanken aus Eichstädt heraus.

Ihre Bilder kreieren Abstrusitäten bis hin zu hysterischem Gelächter, ruhelos, unbeherrscht und unendlich grün. Die grüne Farbe schlägt zu, voller Wucht, kraftvolle Blätter schleudern Grün ins heisse Universum, wo wir wieder beim Thema der Erderwärmung wären. Eichstädt entwickelt sich zeitgemäss, wie immer schonungslos und immer wieder provokant. Die Ecken und Kanten, hie und da zu Krokant geballt, rütteln den Leser, verletzen ihn nie – eine Kunst, die Eichstädt bis zur Selbstverherrlichung zelebriert. So sind es ihre eigenen Gedanken, die stummen Zeugen, die gegen ihre Stirn tropfen (oder klopfen sie gar – ein geradezu magisches Gedankenspiel?). Und all das, ALL das, entlädt sich durch den müden Regen im heissen Wüstensand. Kein Wunder, dass Eichstädt die Luft (oder ist es Lust? Wieder reinste Magie!!!) zum Atmen bleibt.

Den Raum schafft sie sich selbst.